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Ortschaft Leetza

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Die Ortschaft Leetza ist durch die Gebietsreform seit 01.01.2011 Teil der

Einheitsgemeinde Stadt Zahna-Elster.

 

Die Ortschaft Leetza ist 21,86 km² groß und hat 340 Einwohner.

Die Ortschaft besteht aus den Ortsteilen Leetza, Raßdorf und Zallmsdorf.

 

Aus der Geschichte der Ortschaft:

 

Das Dorf wurde erstmalig 1400 als Lecze (tschech. Liciti - Fallen stellen oder lado - gerodetes Land) erwähnt.

 

Leetza wurde in den Jahren 1585, 1608 und 1633 von der Pest heim gesucht. 1730/1731 herrschte eine große Heuschreckenplage. 1756-1760 zogen die preußische Armee, die Reichsarmee und schwere Reiter aus Österreich durch das Dorf. Es bestand hier im Ort ein Lazarett. Im November und Dezember des Jahres 1810 wurden französische Truppen und westfälische Soldaten einquartiert. 1856 und 1864 verwüsteten Feuerbrünste den Ort. Leetza gehörte im 17./18. Jahrhundert den herren von Leipzig und dann den Herren von Brandt aus Wittenberg.

Um das Jahr 1200, unmittelbar nach der ersten deutschen Besiedlungswelle, entstand die erste Kirche, eine Feldsteinkirche umgeben von Friedhof. Sie ist aus großen Findlingsblöckeb erbaut worden, dazu die Kirchenhofmauer aus Granitsteinen zum Schutz kriegerischer Auseinandersetzungen.

1750 erfolgte der Umbau im spätromanischen Stil. Die vermauerten Rundbogenportale weisen auf das 13. Jahrhundert hin. Mit dem barocken Umbau erfolgten die örtliche Verlängerung des Kirchensaales und die Erneuerung des Innensaales. Der hochgezogene Westgiebel dient als Glockenträger, das dortige Türmchen ist als Dachreiter aufgesetzt. Die Orgel stammt aus dem jahre 1722 und wurde 1857 letztmalig erneuert. Die kunstvoll geschnitzten Heiligenfiguren (Lindenholz) wurden von einem behrzten Pfarrer, während der bewegten Jahre des Bildersturmes, versteckt und etwa erst vor ca. 6 Jahren wieder gefunden wurden. Sie stammen aus dem 15. Jahrhundert und sind die Zierde der Kirche.

 

Zallmsdorf, früher Zabetsdorf, gehörte zum Rittergut Leetza, seine Ersterwähnung ist unbekannt. Die einschiffige, flachgedeckte aus Granitfeldstein erbaute Kirche stammt aus dem 13./14. Jahrhundert. Ein eingezogener Chor, die Apsise und der im Westen sich befindliche Dachturm ist romanischen Ursprungs. Aus jener Zeit sind auch die rundbogigen Apsisfenster und Triumphbögen erhalten. Im 17. Jahrhundert gab es Veränderungen, welche jedoch während der Restaurationsarbeiten 1913 stark vereinfacht wurden.

 

Raßdorf, wurde erstmalig 1428 als Rotsdorff (Dorf eines Roth) erwähnt. Es wurde später wüst und erst 1612 wurde ein Rittergut errichtet. Der Gutshof fiel unter die Bodenreform.

 

Ottmannsdorf, wurde als Ort 1354 als Ortensdorp (des Ortwin oder Orten Dorf) erstmalig erwähnt. Das Dorf wurde 1487 als Wüste Mark bezeichnet und erst 1802/1803 als Vorgebäude des Rittergutes Leetza aufgebaut.

 

B. Rehfeld, Ortschronist Leetza