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Tierpark Dessau

Stadt Zahna-Elster, den 28.11.2018

Tierpark als Umzugsunternehmen

 

In den letzten Wochen haben einige Tiere den Tierpark verlassen, andere bezogen innerhalb des Tierparks ein anderes Gehege.

Das in einem Tierpark immer auch Bewegung im Tierbestand herrscht, hängt auch mit den sich verändernden gesetzlichen Rahmenbedingungen und Wissensfortschritten zusammen. So wurden die Damwildgruppe und die Mähnenspringergruppe an andere zoologische Einrichtungen abgegeben. Die Tiere waren zwar sehr beliebt bei den Besuchern, jedoch wiesen die Gehege aus heutiger Sicht keine artgerechte Haltung mehr auf. Die Abgabe der Mähnenspringer fiel der Tierparkleitung besonders schwer, war Mähnenspringer „Hektor“ doch das Paten- und Logo-Tier der Tierparkfreunde Dessau e.V..

Anfang des Jahres wurden aufgrund des Orkantiefs „Friederike“ die Gehege der Amurkatze und des Buntmarders durch umstürzende Bäume komplett zerstört. Die Anteilnahme und Unterstützung der Bevölkerung war danach sehr groß. Viele Spenden erreichten den Tierpark. Auch durch den Verkauf von Souvenirs anlässlich des Jubiläums „60 Jahre Tierpark Dessau“ konnten viele Spendengelder gesammelt werden. Durch diese Zuwendungen wurde es möglich, die alte Eichhörnchenanlage für die Amurkatzen artgerecht umzubauen. Pünktlich zur Einweihung durfte auch ein neuer Kater aus dem Zoo Aschersleben einziehen, der in Zukunft für Nachwuchs sorgen soll. Natürlich werden die Spenden auch für den Bau der neuen Buntmarderanlage genutzt. Die Handwerker des Tierparks haben bereits mit den Bauarbeiten begonnen.

Das Rentiergehege wurde vergrößert. Dafür zogen die ehemaligen Nachbarn, die Alpakas, auf die große Wiese neben den Schwarznasenschafen. Bei dieser Gelegenheit wurde auch der Zaun entfernt, so dass sich beide Tierarten, zusammen mit den Emus, eine große Anlage teilen. In der Fasanerie gab es ebenfalls eine Zusammenfassung mehrerer Anlagen, um eine Vergrößerung zu erreichen. Die Aras sind umgezogen, haben jetzt wesentlich mehr Platz und die Schweinsaffen als neue Nachbarn.

„Wir sind gerade dabei den Tierpark Dessau so weit wie möglich zu entmetallisieren, das heißt überflüssige Absperrungen und Zäune zu entfernen“ so Tierparkleiter Jan Bauer. „Früher wurde sehr massiv und mit viel Metall gearbeitet. Heute verwenden wir leichtere und transparentere Materialien. Baute man einst für die halbe Ewigkeit, so tun wir dies heute eher für zehn bis maximal vielleicht fünfzehn Jahre, da sich die Gesetzmäßigkeiten in den letzten Jahren immer wieder sehr schnell verändert haben“.

 

 

Fotos: Tierpark Dessau

 

 

 

Foto: Mähnenspringer